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Siebenbrunn und Siebenbrunner Unterdorf


descVor der Eingemeindung nach Augsburg im Jahr 1910 war Siebenbrunn eine selbstständige Gemeinde. Bekannt ist das Dorf durch seine Herrenhäuser mit französischem Baustil und Mansardendächern. Im Siebenbrunner Unterdorf (siehe Foto), auch Kolonie genannt, wurde 1866 von Albrecht Höppl eine Mechanische Weberei erbaut.

 

Neben der Landwirtschaft war es diese Fabrik, die vielen

Siebenbrunnern Arbeit gab. Zwischen 1930 und 1950 gab es noch bis zu 230 Einwohner im Siebenbrunner Unterdorf. Viele von ihnen wanderten allerdings wegen der schlechten sanitären Zustände in den Häusern ab.

 

Aus Gründen des Trinkwasserschutzes wurden die letzten Einwohner des Siebenbrunner Unterdorfes in den 1970er Jahren umgesiedelt und die Gebäude abgerissen. 1978 war vom Unterdorf nichts mehr zu sehen, die Flächen wurden aufgeforstet. Heute zeugen noch eine von Fichten eingewachsene Kastanienallee und ein Spielplatz von der ehemaligen Siedlung. Eine Infotafel erläutert die Geschichte des Ortes.

 

Am Siebenbrunner Bach erkennt man den Leerschuss bzw. Überlauf des Turbinenwerkes der abgerissenen Fabrik. Kurz bevor der Hugenottenweg-Brücke zweigte vom Siebenbrunner Bach einmal ein Überlauf ab. Im Hochwasserfall wurde überschüssiges Wasser von hieraus Richtung Ziegelmoorbächlein abgeleitet. Das Gerinne kann man heute im Gelände noch gut erkennen.

 

Aufmerksame Beobachter können im Wald auch heute noch die ehemaligen Wasserzapfstellen entdecken, über die die Bewohner von Siebenbrunn ihr Trinkwasser bezogen.

 

 

 

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