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Grenzgraben


Typ:

Quellbach

Länge:

2,5 km

Verlauf:

Im Gegensatz zu den meisten Bächen im Stadtwald verläuft der Grenzgraben nicht in Süd-Nord- sondern in West- Ost-Richtung. Sein Wasser erhält der Grenzgraben aus dem Brunnenbach. Die Ausleitung befindet sich nordwestlich von Siebenbrunn. Unweit vom Hochablass wird aus dem Grenzgraben der Reichskanal.

Wissenswertes:

Der Grenzgraben hatte eine eigene Quellschüttung im Bereich der heutigen „Volkssiedlung“ (Augsburg-Haunstetten). Bis 1806 markierte der Grenzgraben die Grenze zwischen dem Kurfürstentum Bayern und der freien Reichsstadt Augsburg.

 

Interessant ist der sogenannte Galgenablass. An dieser Stelle befand sich einmal eine Schleuse. Sie diente zur Regulierung der Wassermenge im Siebenbrunner Bach. Der dafür nötige „Schütz“ (eine Bretterwand) war an einer Vorrichtung „aufgehängt“, die einem Galgen glich. Der Name „Galgenablass“ beschreibt diese wasserbauliche Einrichtung und nicht, wie manchmal behauptet, den Ort einer ehemaligen „Richtstätte“.

 

Am Galgenablass kreuzen sich der Grenzgraben und der Siebenbrunner Bach. Dabei wird ein Teil des Grenzgrabenwassers (Quellwasser) durch einen Düker unter dem Siebenbrunner Bach (Lechwasser) hindurch geleitet. Bis in die 1870er Jahre war das genau umgekehrt. Damals kreuzte der Grenzgraben an dieser Stelle den Siebenbrunner Bach über eine Brücke.

 

Im Zuge der Baumaßnahmen für die Mechanische Weberei im Siebenbrunner Unterdorf (Inbetriebnahme 1868, Erbauer Albrecht Höppel) tiefte man den Siebenbrunner Bach ein. Damit schuf man ein größeres Gefälle, was eine höhere Energieausbeute bei der Wasserkraftnutzung bedeutete. Mit dem Düker war es möglich, weiterhin Quell- vom Lechwasser trennen zu können. 

Erlebnisorte:

3. Galgenablass

4. Galgenwiese

 

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