bgwsm bgwsmartphone bgwsmartphone
+
Hintergründe
+
Bachsteckbriefe
+
Historische Orte
Arten
Facebook

Biber (Castor fiber)


descDer Biber ist fast an jedem Bach in Augsburg anzutreffen. Experten schätzen den Bestand im Stadtgebiet auf 100 Tiere in rund 20 Revieren.

 

Als reine Vegetarier ernähren sich Biber im Sommer von Gräsern, Kräutern und Wurzeln. Im Winter fressen sie Rinde und Knospen vorzugsweise von Weiden und Pappeln. Um an die schmackhaften jungen Teile der Bäume zu kommen, nagen sie sie um. Dabei stellen selbst Bäume mit mehr als 80 cm Durchmesser kein Hindernis dar.

 

Im Mai/Juni werden in der Biberburg ein bis drei Jungtiere geboren. Sie bleiben zwei Jahre im Familienverbund und helfen den Eltern im nächsten Jahr bei der Aufzucht der jüngeren Geschwister.

 

Biber bauen gerne Dämme. Auf diese Weise stauen sie Bäche auf, um bequem zu ihrer Nahrung schwimmen zu können. Positiver Nebeneffekt: Es entstehen Flachwasserzonen und durch die „Baumfällaktionen“ kommt viel Sonnenlicht ans Ufer.

 

Davon profitiert eine Reihe von Arten. So finden in Biberrevieren besonders viele Kröten und Frösche einen Laichplatz. Das wiederum ist für Ringelnattern von Vorteil, da ständig Beute vorhanden ist. Weitere Profiteure der Biberaktivitäten sind Libellenarten, Jungfische und Sumpfpflanzen.

 

desc "Wussten Sie, dass dem Biber auf den Quadratzentimeter Haut mehr als 20.000 Haare wachsen? Damit ist er gut gegen Kälte und Nässe geschützt. Uns Menschen wachsen übrigens maximal 300 Haare auf einen Quadratzentimeter – wenn überhaupt."

 

(Foto: Okapia)